Projektrecherchen über das Römische Imperium und seine Nachbarn, Persönlichkeiten und Gesellschaft
Samstag, 3. Februar 2024
Fähren
Fähren sind schon aus den frühen Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens belegt. Diese Kulturen, die an Flüssen lebten, mussten die Flüsse befahren und queren. Schon Herodot bezeichnete den Tigris als einen Fluss, den man nur mit dem Schiff überqueren konnte. Kleinere Flüsse konnte man an seichten Stellen durchwaten oder durchschwimmen. Auch davon gibt es Abbildungen auf der Trajanssäule.
Samstag, 23. Dezember 2023
Von der Stärke und Macht des Gottes Poseidon
Poseidon war einer der zwölf olympischen Gottheiten und ein Bruder des Zeus. Es wird vermutet, dass er ihm im Rang ursprünglich sogar gleichgestellt war: er konnte Blitze schleudern, die Erde und die See beben lassen und zeitweise wurden ihm schwarze Stiere geopfert. Sein Dreizack war eine mächtige Waffe. Poseidon konnte Zeus herausfordern, das tat er im trojanischen Krieg. Und ebenso wie sein Bruder hatte er allerlei Liebesverhältnisse, aus denen Menschen und Gottheiten hervorgingen.
Samstag, 9. Dezember 2023
Ein Ausflug von Rhodos zur Insel Symi in der Antike?
Als ich zum ersten Mal von der Insel Symi las und Bilder davon sah, war ich sofort verliebt und wollte unbedingt dorthin. Natürlich haben wir von Rhodos aus einen Tagesausflug gemacht – wie die meisten Touristen.
Fähren und größere Ausflugsschiffe verkehren in der Tourismus-Saison mehrmals täglich von Mandraki/Rhodos zum Hafen von Symi bei Gialos. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Ich habe überlegt, ob meine weibliche Hauptperson in der Antike, zur Römerzeit, auf besonderen Wunsch eine Fahrt dorthin übernehmen würde.
Samstag, 25. November 2023
Wo konnte das Schiff fahren und anlegen?
Rhodos war in der Antike eine Seemacht, die einen repräsentativen Hafen besaß. Die Stadt Rhodos wurde seit ihrer Gründung im Jahr 408 v. Chr. wahrscheinlich auf den Hafen ausgerichtet.
Samstag, 4. November 2023
Beschaffenheit und Ausrüstung eines antiken Küstenschiffes
Ein Küstensegler, der Passagiere und auch Lasten aufnehmen konnte, würde ungefähr sieben Meter lang und zweieinhalb bis drei Meter breit sein. Damit ist die Größe eher unterdurchschnittlich, aber für unseren Zweck finde ich es ausreichend und nicht zu groß und schwerfällig für unsere Kapitänin. Fest steht allerdings, dass ein Boot dieser Größe schon nicht überall anlanden kann. Es hatte kein Rettungsboot dabei, aber X. konnte in Häfen anlegen, da sie bestimmte Routen befuhr. Über ihre Ziele werde ich noch schreiben. Dort, wo sie gelegentlich ankerte, aber nicht anlegen konnte, hatte sie ein kleines Boot liegen, zum Ausbooten. An Bord hatte sie - sehr wichtig! – Schwimmhilfen, wahrscheinlich Lederschläuche bzw. Kissen, eventuell auch aus Kork. Und das, obwohl Küstenbewohner im antiken Griechenland wahrscheinlich schwimmen konnten.
Montag, 16. Oktober 2023
Oder doch ein Frachter?
Im Unterschied zu Schiffen für den militärischen Einsatz, die wenig Tiefgang hatten und gerudert wurden, waren Frachtschiffe dickbauchig, um viel Ladung aufzunehmen. Im Kielraum wurden schwere Waren gelagert, weil sie das Schiff stabilisierten. Ruderer fehlten meist, denn der Platz wurde für die Ladung gebraucht.
Der Handel zur See war viel effektiver und schneller als der Transport über Land. Trotzdem blieben die Schiffe möglichst in Küstennähe, um sich bei Sturm schnell an Land zurückziehen zu können. Aber es muss Fahrten auch ins offene Meer gegeben haben.
Dienstag, 3. Oktober 2023
Küstenschiff oder Schnellsegler?
Über seine Seereise in den Osten des römischen Imperiums berichtete Plinius der Jüngere an Kaiser Trajan: „So wie ich eine äußerst erträgliche Seereise bis Ephesus hatte, so habe ich von dort aus, seit ich die Reise im Wagen fortsetzte, unter äußerst drückender Hitze und sogar leichten Fieberanfällen gelitten. Deshalb habe ich in Pergamon Rast gemacht. Als ich dann auf kleinere Küstenschiffe umgestiegen war, wurde ich wieder durch Gegenwinde aufgehalten und betrat etwas später als erhofft, am 17. September, Bithynien“. Plinius, Briefe, X 17a (1). Im Brief 15 hatte er an den Kaiser berichtet, dass er an Kap Malea vorbei gesegelt sei, zwischendurch durch widrige Winde aufgehalten, und in Ephesus angekommen sei.
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